[ _mosi]

Island, Juli 2012
Da es dieses Jahr tagsüber am großen und vor allem bekannteren Bruder des Fjallsárlón, dem Jökulsárlón vor lauter Touristen schlicht nicht auszuhalten war, war es eine Wohltat fast gänzlich alleine am Ufer dieses nicht minder schönen Gletschersees zu sitzen und die Natur auf sich wirken zu lassen. Ein wenig versteckt und nicht für Jedermann zu finden gab es einen kleinen Abfluss des Sees, der vollkommen mit Moos (isl. mosi) bewachsen war. Typisch für Island leuchtete dieses Moos in nahezu unnatürlichen Gelb- und Grüntönen. Damit stand es im extremen Gegensatz zu der ansonsten kargen Geröllwüste, die den riesigen Gletscherausläufern im Hintergrund vorgelagert ist. Immer wieder schafft es die isländische Natur mich aufs Neue zu überraschen, immer wieder wird einem in solchen Momenten bewusst wie klein und unscheinbar man als Mensch doch ist.
Das Bild ist mit einem starken ND Filter (BigStopper) aufgenommen um die vorbeiziehenden Wolken zeigen zu können. Die leicht bläuliche Färbung, die durch den Filter hervorgerufen wird habe ich absichtlich nicht gänzlich korrigiert, da ich der Meinung bin, dass sie hervorragend zu der Eislandschaft des Vatnajökull passt. Die Vignettierung am Rande ist auch durch diesen Filter entstanden, auch sie habe ich nicht korrigiert, da ich sie als passend empfinde. Zusätzlich wurde der Himmel durch einen verlaufsfilter abgedunkelt um keine Überstrahlungen zu erhalten.

Verwendete Filter: BigStopper, ND Grad soft 0.6
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