[ _dularfullur]

Island, Juli 2012
Geheimnisvoll (dularfullur) leuchtete der Snæfellsjökull im letzten Licht des Tages. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft sah ich schon die ganze Zeit diesen wundervollen, magischen Vulkan mit seiner Eiskappe und überlegte fieberhaft wo es denn eine gute Möglichkeit zum Anhalten gab. Als wir an einem einsamen und volkommen verlassenen Strand vorbeikamen hielt ich kurzer Hand an und machte mich auf den Weg ans Wasser. Nichtsahnend, dass mir ziemlich schnell klar werden sollte warum dieser Strand so einsam war. Kaum hatte ich in aller Ruhe mein Stativ aufgebaut und die Kamera in Position gebracht, da hörte ich auch schon die Rufe der dort scheinbar brütenden Küstenseeschwalbe (Kría) und konnte gerade noch das Stativ mit den Beinen nach oben in den Himmel strecken um so ein anderes Angriffsziel als meinen Kopf zu bieten. Dieses Spiel erstreckte sich dann etwa über eine viertel Stunde. Meist reichte es für eine Aufnahme, bis ich das Stativ wieder nach oben halten musste um den nächsten Angreifer abzulenken. Da an diesem Abend auch ein entsprechender Wellengang herrschte und ich mich sehr nah am Wasser positioniert hatte, kann man sich gut vorstellen - und auch am Bild erahnen - wie nass meine Schuhe waren, da ich mich vor allem auf die Ablenkung meiner Angreifer und das Fotografieren in der Pause konzentrierte und somit das Wasser vollkommen vergass. Als die Angriffe endeten und scheinbar klar war das von mir keine Gefahr drohte hatte ich meine Bilder im Kasten und konnte mich unbehelligt auf den Rückweg machen. Ein trotz oder gerade deswegen vollkommener Abschluss eines wunderbaren Tages.

verwendete Filter: ND ProGlas 0.6, ND Grad Soft 0.6
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