[ _ kyrrlát stund]

Island, Juli 2011
Gegen ein Uhr Nachts herrschte am sonst so überlaufenen Jökulsárlón im wahresten Sinne des Worte eine stille Stunde (isl. kyrrlát stund). Keine Menschen außer uns und auch der leichte WInd verebbte wie auf Kommando, als sich die Sonne nur noch knapp über dem Horrizont befand. Die blaue Stunde wurde so zur Stillen. Man konnte ohne irgendwelche Filter herrliche Spiegellungen beobachten. Das Graublau des wolkenverhangenen Himmels tauchte die ganze Szenerie in ein ebenmäßiges Licht und die in der Sonne oft extremen Farbkontraste wurden stark gedämpft. Nach einem regenreichen und wolkenverhangenen Tag war dies die schönste Stunde des Tages! Der helle Stereifen am Horrizont ließ die Geltscherausläufer im Hintergrund sichtbar werden und ein winziger, roter Schimmer spiegelte sich im Hintergrund im Wasser. Kaum das die Sonne tiefer sank war es mit der Ruhe auch schon wieder vorbei. Wind kam auf und beendete die Magie des Augenblicks. Für alle Adleraugen: auf dem linken, am höchsten aufragenden, Eisblock hatte sich eine Möwe niedergelassen. So lassen sich die Größenverhältnisse dieser Traumlandschaft ein wenig erahnen...

Panorama, bestehend aus 11 Aufnahmen
Freihand aufgenommen
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